KIK-Gebäude wird aufgestockt, zwei weitere Gebäude entstehen

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Bargteheide – Es wird eine neue Großbaustelle in Bargteheide geben. An der Ecke Alte Landstraße zur westlichen Jersbeker Straße soll der Altbau von 1972 aufgestockt werden. Rückseitig sind zwei weitere Gebäude geplant. „Der Textilhandel KIK wird weiter Mieter bleiben“, so Investor Marco Schlichting. Der Ausschuss für Planung und Verkehr billigte den Plan jetzt, gegen die zwei Stimmen der Wählergemeinschaft WfB.

So sollen die Neubauten an der Jersbeker Straße ausssehen.

Im neuen Obergeschoss des Altbaus sollen neun Wohnungen entstehen. Westlich davon sind zwei Gebäude vorgesehen, eins mit zwölf und ein kleineres mit fünf Wohnungen. 16 Stellplätze gibt es später in einer geplanten Tiefgarage, hinzu kommen 18 in der vorhandenen unter dem Bestandsgebäude. Oberirdisch sind weitere 31 Parkplätze auf dem gut 3200 Quadratmeter großen Grundstück vorgesehen, elf davon auf dem jetzigen Vorplatz zur Alten Landstraße hin.

Immerhin 20 Prozent der Wohnungen wären sozial gefördert, sichert der Investor zu. „Das sind zwar weniger als wir uns wünschen, aber immerhin“, sagte Peter Beckendorf (SPD). Dr. Ruth Kastner begrüßte das Projekt wegen der erwünschten innerstädtischen Bauverdichtung. Die CDU stimmte nach kurzer Beratungspause zu. „Wir lehnen das Projekt ab“, so Renate Mascher (WfB), „weil die Bäume an der Alten Landstraße und auch die Fußgänger gefährdet würden.“

Entwurf in Richtung Westen gesehen.

Der Ausschuss billigte einstimmig den Flächennutzungsplan für die geplante Feuerwehrwache an der Bahnhofstraße. Zwar hat das LLUR (Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume) noch „erhebliche Bedenken“ gegen die Planung, wegen des Lärms bei nächtlichen Feuerwehreinsätzen. Betroffen davon wäre das benachbarte Seniorendorf. Die Lärmgutachterin der Stadt hält solche Einzelfälle hingegen für zumutbar, der Lärmschutz im Seniorendorf sei ausreichend.

Die Stadt ist zurzeit schon in Besitz von etwa 90 Prozent der Fläche, die für die Wache benötigt wird.  Doch da scheint sich eine Lösung anzubahnen. Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht verwies in dem Zusammenhang auf die nächste Sitzung des Finanzausschusses am 16. September.

Ein Bebauungsplan für das Feuerwehr-Areal soll erst später aufgestellt werden. „Wir warten zunächst auf das Ergebnis des Architektenwettbewerbs“, sagte Jürgen Engfer von der Verwaltung. Danach könnten mögliche Anpassungen in den Plan eingearbeitet werden.

Thema in der Fragestunde waren auch die geplanten Baumpflegemaßnahmen zwischen Südring und dem Bauprojekt Bornink. Strittig ist dabei, ob es sich um einen Knick oder einen Wald handelt. „Das LLUR hat uns aufgefordert, diese Pflege zwingend umzusetzen“, sagte Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht. Die Gehölze würden auf den Stock gesetzt und könnten dann neu austreiben. Es sei Konsens, die Bäume zu erhalten.

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