Typisch zum Jahreswechsel: Arbeitslosigkeit steigt im Januar

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·       5.448 arbeitslose Menschen im Kreis Stormarn – 342 mehr als im Dezember

·       Arbeitslosenquote 4,1 Prozent – plus 0,2 Prozentpunkte zum Vormonat

·       Kurzarbeit bleibt das Instrument der Stunde

Mit dem Jahreswechsel hat die Zahl arbeitsloser Menschen im Kreis Stormarn im Januar deutlicher zugenommen und beträgt jetzt 5.448. Dies sind 342 mehr als im Dezember.

In der Folge ist die Arbeitslosenquote gegenüber Dezember um 0,2 Prozentpunkte auf jetzt 4,1 Prozent gestiegen.

Vor einem Jahr waren im Januar 4.380 Menschen und damit 1.068 weniger arbeitslos. Die Quote lag seinerzeit bei 3,3 Prozent.

Kathleen_Wieczorek

„Trotz des deutlichen Anstiegs der Arbeitslosigkeit erweist sich der Arbeitsmarkt insgesamt weiterhin als robust. Mit dem Plus von 342 zum Jahreswechsel liegt die Zunahme auf dem Niveau des Vorjahres, ein darüber hinaus gehender Anstieg aufgrund der aktuellen Lockdown – Beschränkungen hat sich nicht eingestellt“, sagt Kathleen Wieczorek, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten für den Kreis Stormarn. „Im Januar steigt die Arbeitslosigkeit regelmäßig stärker an. Auslöser sind zumeist saisonale Faktoren. Zum einen enden befristete Arbeitsverträge zum Jahresende ebenso wie Kündigungsfristen zu diesem Zeitpunkt auslaufen. Darüber hinaus haben viele junge Menschen ihre Lehre in diesem Monat abgeschlossen, sei es im Zuge ihrer regulären dreieinhalbjährigen Ausbildungszeit oder im Rahmen einer Verkürzung der Ausbildung. Deshalb nimmt bei ihnen die Zahl Jobsuchender im Januar immer zu.“

 

Sozialversicherungspflichtige Stellen

Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter sind im Januar 222 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden. Das sind 69 (minus 23,7 Prozent) weniger als im Vormonat und 87 (minus 28,2 Prozent) weniger als im Januar vergangenen Jahres.

Damit sind aktuell insgesamt 1.848 sozialversicherungspflichtige Stellen im Kreis Stormarn zu besetzen, 116 oder 5,9 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind dies 233 Stellen weniger.

„Neben dem üblichen saisonal bedingten Rückgang über die Wintermonate spüren wir   bei den Stellenmeldungen die anhaltenden Lockdown-Beschränkungen. Dies macht sich vor allem im Handel bemerkbar. Gegenüber Dezember ist hier die Zahl neu gemeldeter Stellen um die Hälfte gesunken. Der Rückgang ist deutlich, fällt jedoch nicht so stark aus wie bei dem ersten Lockdown im Frühjahr vergangenen Jahres, als neue Stellenmeldungen im Handel regelrecht ausgeblieben waren“, sagt die Agenturchefin.

 

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung zeigt, wie viele Menschen im Kreis Stormarn insgesamt auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind. „Im Kreis Stormarn beträgt die Zahl der Unterbeschäftigten aktuell 7.004. Die Unterbeschäftigungsquote liegt bei 5,3 Prozent und hat damit um 0,2 Prozentpunkte zum Vormonat zugenommen. Im Januar des Vorjahres lag sie bei 4,5 Prozent“, so Wieczorek.

Nicht als arbeitslos gezählt werden beispielsweise Teilnehmende an Weiterbildungsmaßnahmen und in Arbeitsgelegenheiten oder Arbeitsuchende, die derzeit arbeitsunfähig erkrankt sind, sowie geflüchtete Menschen, die einen Sprach- oder Integrationskurs oder eine der berufsvorbereitenden Maßnahmen der Arbeitsagentur oder des Jobcenters besuchen. Sie alle werden zusätzlich zu den arbeitslos gemeldeten Menschen in der Statistik zur Unterbeschäftigung erfasst, die die Agentur für Arbeit ebenfalls monatlich veröffentlicht.

 

Kurzarbeit

Im Januar haben 227 Betriebe aus dem Kreis Stormarn Kurzarbeit neu angezeigt und erwarten bei 2.266 Beschäftigten einen Arbeitsausfall. Im Vormonat Dezember registrierte die Arbeitsagentur noch 157 Neuanzeigen auf Kurzarbeit für 1.505 Mitarbeitende, im November waren es 136 Anzeigen für 849 Beschäftigte.

„Kurzarbeit bleibt das Instrument der Stunde. Die anhaltenden verschärften Lockdown – Maßnahmen seit Mitte Dezember haben die Zahl neuer Anzeigen nochmals steigen lassen. Die Möglichkeit der Kurzarbeit sichert von vielen Beschäftigten den Arbeitsplatz und den Unternehmen ihre bewährten Mitarbeitenden und Fachkräfte“, sagt die Chefin der Arbeitsagentur.

Mit den im Dezember eingegangen Anzeigen ist die Zahl der Stormarner Unternehmen, die seit Beginn der Corona-Pandemie Kurzarbeit angezeigt haben, auf insgesamt 3.145 gestiegen.

Daten zum tatsächlichen Umfang der Kurzarbeit im Kreis Stormarn liegen jetzt für den Monat August vor. „In 879 Betrieben waren insgesamt 6.484 Beschäftigte von einem Arbeitsausfall im August betroffen. Damit ist gegenüber den Höchstwerten im April und Mai noch in rund der Hälfte der Betriebe kurzgearbeitet worden. Die Zahl der Kurzarbeitenden hat sich in dieser Zeit von ehemals über 14.000 mehr als halbiert“, berichtet Wieczorek.

 

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