Jugendsportpark geschlossen – Abstandsregeln werden nicht eingehalten

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Der Jugendsportpark in Bargteheide wurde aufgrund der Corona-Infektionsgefahr in dieser Woche geschlossen. Die frühlingshaften Temperaturen der vergangenen Tage haben viele Jugendliche und Heranwachsende auf die Sportstätte gelockt. Bei mehreren Polizeieinsätzen am letzten Wochenende wurde festgestellt, dass Abstandregeln von mindestens 1,5 Meter sowie das Tragen von Mund-Nasen-Schutz von den Anwesenden nicht eingehalten wurde. Aufgrund der anhaltenden Witterungslage und der bestehenden Corona-Infektionsgefahr sieht sich die Stadt Bargteheide in Abstimmung mit der örtlichen Polizei daher veranlasst, den Jugendsportpark bis auf weiteres zu schließen.

Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht: „Ich kann die Enttäuschung über die Sperrung bei den Kindern und Jugendlichen verstehen. Gerade ihnen verlangt die Corona Situation viel ab und das Fehlen sozialer Kontakte und der Austausch mit Freunden und Freundinnen werden schmerzlich vermisst. Doch aus Gründen des Gesundheitsschutzes ist die Notwendigkeit der Schließung gegeben. Ich bitte daher alle um Verständnis. Lassen Sie uns zum Wohle der Gemeinschaft noch gemeinsam etwas durchhalten.“

Sobald sich eine stabile Entwicklung der Corona-Situation abzeichnet, wird der Jugendsportpark auch wieder für die Öffentlichkeit geöffnet.

7 KOMMENTARE

  1. Ich finde es unmöglich das der Skatepark geschlossen wird!
    Man kann doch froh sein, dass sich die jungen Menschen draußen treffen und nicht in geschlossenen Räumen.
    Von den Jugendlichen wird momentan mehr denn je verlangt und man muss ihnen auch die Möglichkeiten geben (auch bzw. gerade in der aktuellen Situation) sich austauschen und abschalten zu können. Dass der Abstand da nicht immer eingehalten wird, ist nicht schön, aber meiner Meinung nach verständlich!
    Ich hätte nach der Schließung der Skateanlage auf jeden Fall vollstes Verständnis, wenn die Jugendlichen nun in der Rathaustraße vor dem Rathaus oder anderen Einkaufsstraßen Skaten und sich andere Plätze suchen. Nein, ich hätte nicht nur Verständniss, ich hoffe das sie die Schließung nicht einfach hinnehmen sondern auf Ihre Situation aufmerksam machen und ein wenigen zivilen Ungehorsam an den Tag legen.

  2. Mich würde mal interressieren was die Stadt Bargteheide den Jugendlichen denn für Alternativen bietet?
    Was meinen die Politiker die für die Schließung verantwortlich sind denn wo die Jugendlichen hin sollen und was sie den ganzen Tag machen sollen? Wo ist denn das Angebot für die Menschen? Die Lösung ist nicht verbieten und schließen sondern Alternativen zur Verfügung stellen!
    Das sich die Jugendlichen sowieso treffen sollte doch jedem klar sein der selber mal jung war!

    • Für die Schließung ist kein Politiker verantwortlich! Dies ist ein Akt der Verwaltung, leider nicht sehr vorausschauend. Die örtliche Kommunalpolitik hat da leider wenig bis gar keinen Einfluss Jetzt treffen sich die jungen Menschen halt dort, wo die Überwachungsdichte geringer ist. Über Alternativen muss nachgedacht werden. Bei den jungen Menschen werden leider andere Maßstäbe angesetzt, weil sie dort leicht durchzusetzen sind.

  3. Die Stadt Bargteheide und Frau Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht haben nichts mehr miteinander zu tun. Die Stadtvertretung und die zahlreichen Ausschüsse sind für die Katz. Frau führt Kommune. So lautete der Vortrag den Frau Kruse-Gobrecht im Malepatus gehalten hat. Und genau so ist es gekommen. Jetzt haben wir den Salat in Form von Abholzung und Schließung der Sportanlage. Leider macht unsere Polizei da mit.
    Anm. der Red.: Der Briefschreiber scheint ein Problem mit Frauen in Führungspositionen zu haben. Das können wir nicht unkommentiert lassen. Im Übrigen tagen die politischen Gremien weiterhin nach dem Lockdown.

  4. Die Infektionsgefahr ist nicht von der Hand zu weisen, aber die Lösung erscheint wenig kreativ. Hat man hier wirklich das mildeste Mittel gewählt? Konsequenterweise müsste dann auch der Supermarkt im Zentrum Bargteheides geschlossen werden, vor dessen Eingang sich Jugendliche und junge Erwachsene allzu oft treffen ohne dabei den Mindestabstand einzuhalten (vermutlich ist hier eine andere Behörde zuständig). Ist denn beim Skatepark über andere Lösungen nachgedacht worden? Beschränkung von Nutzungszeiten oder Besucherzahl? Vorübergehende Aufsicht durch Mitarbeiter des JAT?

    @Basti: Dem Text nach zu urteilen, geht die Entscheidung auf eine Abstimmung zwischen Polizei und Stadtverwaltung zurück. „Die Politiker“ sind demnach also nicht für die Schließung verantwortlich. Sie sollten aber den Vorgang durchaus kritisch hinterfragen und bei der Suche nach anderen Lösungen helfen.

  5. In Bargteheide sind gerade mal ganze 4 (v i e r) Menschen infiziert!!!
    Keine Macht den Doofen: Der Wunsch von Boning & Dittrich ging nicht leider nicht in Erfüllung.

    • Andere Menschen als „doof“ zu bezeichnen ist als Argument wenig überzeugend. Die Äußerung zeigt jedoch, warum Verantwortliche Sorge vor einer missbräuchlichen Verwendung von Infektionszahlen auf Gemeindeebene haben. Vier Infizierte wären nicht viel, wenn Bargteheide hermetisch abgeriegelt und die Nachverfolgung gesichert wäre. Wer Inzidenzverläufe regelmäßig beobachtet, weiß, dass sie in kurzer Zeit recht stark schwanken können. Insofern sagt diese Momentaufnahme (es ist die erste überhaupt) recht wenig aus. Und wer weiß überhaupt, ob und in welchem Umfang auch Jugendliche von außerhalb Bargteheides den Jugendsportpark nutzen?

      Unabhängig von irgendwelchen Zahlendiskussionen ist es nur schwer vermittelbar, dass in einer Zeit, da gerade Friseure, Schulen und Fitnessstudios in die sich andeutende dritte Welle hinein öffnen, ausgerechnet der Jugendsportpark geschlossen wird. Die sich um das UNICEF-Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ bewerbende Stadt Bargteheide sollte hier mehr Phantasie aufbringen, um das Problem zu lösen. Sinnvollerweise wäre dabei auch der Kinder- und Jugendbeirat zu beteiligen.

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