Hammaburg und Stormarn

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Neue archäologische Forschungen mit beeindruckenden Ergebnissen 

Vortrag von Günther Bock

Kreistagssitzungssaal (Mommsenstr. 13), Bad Oldesloe

Donnerstag, 21. Februar 2019, Beginn 19.30 Uhr

Eintritt frei – um eine Spende für die Arbeit des Heimatbunds Stormarn wird gebeten.

Der Vortrag, der vom Heimatbund Stormarn in Kooperation mit dem Kreisarchiv Stormarn angeboten wird, beginnt mit einem Blick auf die geografische Ausgangslage Hamburgs im Unterelberaum während des Mittelalters. Der Referent erläutert dabei die unterschiedlichen Ausgrabungen im Zentrum der Elbmetropole, die dort während der vergangenen Jahrzehnte durchgeführt wurden. Aus deren Ergebnissen werden Überlegungen zur Geschichte des frühen Hamburgs abgeleitet, das nunmehr als erheblich bedeutender gilt, als es frühere Historiker annahmen. Damit wird in erheblichem Maße gleich mehrfach das bisherige Bild des frühen Hamburgs im Hochmittelalter korrigiert und erweitert.

Burgwall Neue Burg

Dies betrifft vor allem die im Unterelberaum engagierten adligen Familien, wobei vor allem die Herzöge aus dem Hause der Billunger und ihre Verwandten, die Grafen von Hamburg, eine Neubewertung erfuhren. Den Billungern ist nicht nur die Herrschaft über die Hammaburg zuzuschreiben, sondern vor allem die Errichtung der Neuen Burg ab 1021. Die überraschenden Ergebnisse der jüngst durchgeführten archäologischen Ausgrabungen im Bereich der Neuen Burg werden ebenfalls im Vortrag vorgestellt.

Auch für das umgebende Stormarn, dessen Zentralort Hamburg in dieser Zeit war, erbrachten die Ausgrabungen erhebliche Konsequenzen. Generell verlangen die Beziehungen der sich herausbildenden Stadt zu ihrem ländlich geprägten Umfeld intensivere Forschungen. In diese spielt auch die Gründung der Hamburger Neustadt hinein. Beide Städte mit dem Namen „Hamburg“ bestanden erheblich länger nebeneinander, als es bislang in der Forschung bekannt war.

 

Günther Bock nahm im Dezember 2013 am Hammaburg-Kolloquium teil. Die dort erzielten Ergebnisse flossen 2014 in die Ausstellung „Mythos Hammaburg“ im Archäologischen Museum Hamburg ein. In dem zur Ausstellungseröffnung erschienen umfangreichen Begleitband ist der Referent mit zwei Beiträgen vertreten.

Nach zahlreichen Veröffentlichungen zum Unterelberaum im Mittelalter präsentierte er im Herbst 2018 den großformatigen Band „Adel, Kirche und Herrschaft – Die Unterelbe als Kontaktraum im europäischen Kontext des 10. bis 13. Jahrhunderts“ (Aschendorff Verlag Münster) mit zahlreichen Abbildungen und Karten. Die Publikation wurde u.a. von der Trittauer Stiftung zur Förderung der Geschichtskultur, der Marianne-Dräger-Stiftung sowie der Heik-Stiftung finanziell unterstützt.

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