Stadtgespräche – Ein Hör-Gang durch den öffentlichen Raum

0

Das interdiziplinäre Projekt „Stadtgespräche“ wird bald eröffnet

In Form des jederzeit und einzeln begehbaren Audiowalks, der im öffentlichen Raum stattfindet, schaffen wir es, dass sich eine Stadt neu kennenlernt und man Bargteheide mal aus anderen Perspektiven betrachtet.

Ab dem 27.10.2023 sind Bürgerinnen und Bürger eingeladen, mit internetfähigem Smartphone und dazu gehörigen Kopfhörern den Audiowalk zu gehen (ca. 50 Minuten). Wir freuen uns, wenn Sie selber einmal den Weg ablaufen und im Anschluss für die Öffentlichkeit darüber berichten mögen.

Kai Fischer mit Tochter Smilla Höckendorff, die auch auf dem Audiowalk zu hören ist. Foto: Birthe Höckendorff

Projektbeschreibung:
Fahrräder flitzen über den Radweg, zwei Herren klönen an der Straßenecke, Autos schieben sich durch die Rathausstraße und Kinder laufen von der Schule nach Hause. In Bargteheide herrscht ein reges Treiben. Doch wie nehmen wir – Kinder, Erwachsene, Menschen mit und ohne Behinderung, Alteingesessene und Zugezogene – den öffentlichen Raum „Innenstadt“ wahr?

Dieser Frage widmet sich ein neuer Audio-Walk von Kai Fischer und Caroline Heinemann. Beide sind Theatermacher*innen, die in Bargteheide leben und für Ihre Arbeit schon vielfach mit Preisen und Festival-Einladungen ausgezeichnet wurden. Die “Stadtgespräche” sind ihr drittes Audio-Walk-Projekt in Bargteheide: mit “Schritt für Schritt” und “Gretje Offen” haben sie bereits unterschiedliche Aspekte der Stadtgeschichte untersucht und in dokumentarische Hörspiele übersetzt.

Für ihr neuestes Projekt blicken sie vor allem auf die Gegenwart der Stadt und haben Interviews mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt geführt, um zu untersuchen, wofür der öffentliche Raum eigentlich genutzt wird und was die Menschen sich für Bargteheide wünschen: Wie erlebt man beispielsweise die Rathausstraße, wenn man zum allerersten Mal da ist und die Sprache noch nicht kennt? Wir fragen, ob Jugendliche sich in der Innenstadt willkommen fühlen und hören, welche Herausforderungen es gibt, wenn man sich als blinde Person durch die Stadt bewegt. Was meint der Ring Bargteheider Kaufleute und was die Stadtverwaltung?

Ganz unterschiedliche Notwendigkeiten, Bedürfnisse und Wünsche werden dabei deutlich und wir merken, es ist gar nicht so einfach, allen gerecht zu werden. Aus den Interviews ist ein ca. 50 minütiges dokumentarisches Hörspiel entstanden, das ab sofort von allen Interessierten gehört und “erlaufen” werden kann. Der “Hör-Spaziergang” startet vor dem Eingang zum Stadthaus in Bargteheide: auf einem Schild gegenüber des Eingangs befindet sich ein QR-Code. Diesen kann man mit dem Smartphone scannen und wird anschließend auf eine Webseite geleitet, auf der das Hörspiel zu finden ist. Mit Kopfhörern auf den Ohren kann man das Hörspiel nun starten und wird mittels der Geschichte durch die Innenstadt geleitet. Immer mal wieder pausiert man, um sich umzuschauen und die Umgebung zu erkunden. Das Gehörte verflechtet sich dabei mit den eigenen Beobachtungen – die zufällig vorbeifahrend Passantin, der Feuerlöschteich oder der Maulwurfshügel im Park – und lässt die Hörer*innen ihre alltägliche Umgebung durch andere Augen erleben.

Das Projekt wird am 26.10. veröffentlicht und ist anschließend ist jederzeit online abrufbar. Der Weg ist barrierefrei. Bitte achten sie auf den Verkehr. Das Projekt findet im Zuge des “Aktionsmonats für Vielfalt * gegen Diskriminierung” statt. Die Träger*in ist hierfür die AWO soziale Dienstleistungen gGmbH.

Gefördert wird das Projekt durch die Partnerschaft für Demokratie im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Demokratie fördern. Vielfalt gestalten. Extremismus vorbeugen.“

Kommentar schreiben (erst nach Moderation sichtbar)

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

*