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Nahverkehr in Bargteheide

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Bargteheide – Der Nahverkehr in Bargteheide war das Hauptthema im Ausschuss für Planung und Verkehr. Beschlossen wurde schließlich ein Kompromiss mit dem „möglichen Ziel eines Ringbussystems“. Das es eine Linie ins Gewerbegebiet geben soll, ist bereits beschlossen. Jetzt soll zunächst ein Anrufsammeltaxi (AST) fahren und die Erfahrungen damit werden ausgewertet.

Der Nahverkehr in Bargteheide wird vom Kreis in Zusammenarbeit mit dem HVV europaweit neu ausgeschrieben. Bis zum 27. August müsste ein entsprechender Beschluss getroffen und an den Kreis gemeldet werden. Der hatte signalisiert, dass dieses Angebot flexibel und eine Testphase möglich sei, dass also später statt Taxis auch Klein-Busse fahren könnten. Der Nahverkehr wird ab dem kommenden Jahr für zehn Jahre ausgeschrieben. Für die Buslösung mit 30-Minutentakt müsste Bargteheide pro Jahr bis zu 287 000 Euro berappen.

Spannend wird die künftige Nachfrage sein. Denn bisher gibt es dazu keine Bedarfs-Erhebungen. Und das bemängelten auch einige Ausschussmitglieder. „Ich würde weiter mit dem Rad zum Bahnhof fahren“, sagte der neue Ausschussvorsitzende Torsten Frehe (CDU). Das AST ist für den innerörtlichen Verkehr geeigneter“, sagte Andreas Müller (SPD), „für Pendler wäre der Ring-Bus besser.“ Einige Besucher kritisierten das AST-System. „Das wird kaum jemand nutzen“, so Bianka Walter. Mit einem Ringbus könnten die Kosten für ein Parkhaus eingespart werden, die auf 2,7 Millionen Euro beziffert würden. Weiterer Kritikpunkt: Im AST-System gelten die Zeitkarten des HVV nicht, lediglich der Fahrpreis ist für die Besitzer   günstiger. Die Kosten dafür würden voll vom Kreis getragen.

Nach langer Diskussion wurde der Beschluss so umformuliert: „Bisher nicht angebundene Wohngebiete werden in das bestehende Anruf-Sammel-Taxi Bargteheide-Umland integriert mit dem möglichen Ziel dies auf ein Ringbussystem zu erweitern.“ Dafür stimmten zehn Mitglieder, dagegen die Vertreter der WfB. „Wir sind für einen Bus im 30-Minutentakt“, begründete Renate Mascher das Votum.

Ein Antrag der Grünen sah eine Kombination des Ringbusverkehrs mit den bestehenden Buslinien 8110 und 374 vor. „Damit können wir Geld sparen“, so Dirk Ollroge und erntete damit viel Zustimmung.

Die Erweiterungspläne von Getriebebau Nord wurden einstimmig durchgewunken. Keine Entscheidung gab es zum Plangebiet zwischen Rathausstraße, Baumschulen- und Theodor-Storm-Straße. Die Planungen laufen seit drei Jahren. Die CDU fordert hier öffentliche Tiefgaragenplätze, die SPD sozialen Wohnungsbau. Mit zehn Gegenstimmen und zwei Enthaltungen lehnte der Ausschuss den Entwurf ab.

wundersame Lärmverminderung: Seit die Alte Landstraße innerorts zur Gemeindestrße herabgestuft wurde, wird dort nicht mehr gemessen. Ob es deshalb dort weniger laut ist, darf bezweifelt werden

Der Lärmschutz stand ebenfalls auf der Tagesordnung. Gutachter Björn Heichen stellte neue Daten vor. Doch eine Hauptlärmquelle ist aus den Daten des Statistischen Amts von 2016 verschwunden. Grund dafür ist die Abstufung der Alten Landstraße zur Gemeindestraße, und als solche wird sie nicht mehr erfasst.

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